Anzahlungsbürgschaft

Auch Vorauszahlungsbürgschaft genannt

Eine Anzahlungsbürgschaft erhalten Sie bereits ab 1,1% der Bürgschaftssumme.

Wir stellen Ihnen einen Avalrahmen (Bürgschaftsrahmen) zur Verfügung.
Innerhalb des Rahmens können Sie die gewünschte Bürgschaft einfach und schnell abrufen.

Expertenberatung:
0711 / 93 55 12 16

Das Wichtigste in Kürze - Anzahlungsbürgschaft

Zur Absicherung seiner Anzahlung verlangt der Auftraggeber oftmals eine Anzahlungsbürgschaft vom Auftragsnehmer 

Anzahlungsbürgschafteen sind über einen 
Avalrahmen 
(= Bürgschaftsrahmen)
beim Versicherer abrufbar

Die Kosten eines Avalrahmen für Anzahlungsbürgschaften liegen bei jährlich 1,1 – 1,4% der Avalrahmensumme

Die Versicherung wird zu Ihrem Bürgen und die Anzahlung kann reibungslos erfolgen.

Was ist eine Anzahlungsbürgschaft?

Anzahlungsbürgschaft Definition

Die Anzahlungsbürgschaft, oftmals auch Vorauszahlungsbürgschaft genannt, dient dem Auftraggeber als Sicherheit für seine an den Auftragnehmer geleistete Anzahlung. In der Regel stellt eine Bank oder eine Versicherung die Bürgschaft zur Verfügung. Die Anzahlungsbürgschaft erfolgt dabei dann entweder über eine klassische Bankbürgschaft oder über eine Bürgschaftsversicherung.

Üblicherweise kommt die Anzahlungsbürgschaft in der Maschinen- und Anlagebaubranche zur Anwendung. Aber auch im Bauhaupt- und Baunebengewerbe ist eine Bürgschaft auf eine Anzahlung in vielen Fällen Voraussetzung für die Auftragserteilung. 

Damit wird der Bürgschaftsbedarf für viele Unternehmen zu einer existenziellen Thematik, um Liquidität und Aufträge sicher zu stellen und einen reibungslosen Betriebsablauf zu gewährleisten.

Für was benötigt man eine Anzahlungsbürgschaft?

Damit Aufträge durchgeführt werden können, ist es oftmals notwendig, dass der Auftragsgeber seinem Auftragnehmer eine Anzahlung auf die vereinbarte Auftrags-/Rechnungssumme erbringt.
Das ausführende Unternehmen kann von der Anzahlung beispielsweise Materialkosten bezahlen, welche bereits im Vorfeld des Auftrags anfallen. Gerade bei größeren Aufträgen ist eine Durchführung des Auftrags oftmals nur mit einer Anzahlung möglich, ohne dabei die Liquidität des ausführenden Unternehmen zu gefährden.

Doch die Anzahlung stellt für den Auftraggeber immer ein Risiko dar. Geht der Auftragnehmer beispielsweise insolvent, so verliert der Auftraggeber seine Anzahlung unter Umständen vollständig.
Um dieses Risiko zu vermeiden, kann die Anzahlung mit einer Bürgschaft abgesichert werden – der sogenannten Anzahlungsbürgschaft. Diese wird über eine Bankbürgschaft oder eine Bürgschaftsversicherung gestellt.

Wer benötigt eine Anzahlungsbürgschaft?

Zielgruppe / Zielbranche

Unternehmen, die im Rahmen ihrer Verträge und AGB mit Anzahlungen
arbeiten. Viele Unternehmen aus dem Bauhaupt- und Baunebengewerbe, Maschinen- und Anlagenbau sowie der Landschafts- und Gartenbau.

Anzahlungsbürgschaft Höhe

Die Höhe der Anzahlungsbürgschaft beträgt maximal 100 % der geleisteten Anzahlung bzw. Vorauszahlung. In der Praxis liegt die Höhe der Anzahlungsbürgschaft üblicherweise bei 30-50% der Auftragssumme. Dies kann bei Vertragsabschluss frei und individuell geregelt werden.

Anzahlungsbürgschaft Kosten

Üblicherweise bezahlt der Auftragnehmer die Anzahlungsbürgschaft Kosten. In einigen Fällen kommt es auch dazu, dass die Kosten der Anzahlungsbürgschaft vom Auftraggeber übernommen werden.

Die Anzahlungsbürgschaft kann über eine Bankbürgschaft oder über eine Bürgschaftsversicherung bzw. Kautionsversicherung erfolgen. Dabei stellt der Versicherer dem Unternehmer einen Avalrahmen (=Bürgschaftsrahmen) oder eine Einzelbürgschaft zur Verfügung.

Die Anzahlungsbürgschaft Kosten einer Bürgschaftsversicherung liegen durchschnittlich bei jährlich rund 1,5% der Bürgschaftssumme. Die jährlichen Kosten schwanken je nach Versicherer von 1,1 – 2,5%. Einige Versicherungsprodukte bieten eine taggenaue Abrechnung der Anzahlungsbürgschaften. Dies bringt in den meisten Fällen eine erhebliche Kostenersparnis. Da Anzahlungsbürgschaften oftmals nur eine kurze Laufzeit haben. Eine unterjährige und taggenaue Abrechnung bringt somit deutliche Kostenvorteile für das versicherte Unternehmen.

Ein Beispiel: 
Eine Einzel Anzahlungsbürgschaft über 100.000€ zu 2,25% jährlichen Prämiensatz und taggenauer Abrechnung kostet somit 2.250€ pro Jahr. Diese Kosten werden dem versicherten Unternehmen zu Vertragsbeginn in Rechnung gestellt. Endet die Anzahlungsbürgschaft aber vor Ablauf des Jahres, gibt es eine taggenaue Abrechnung für die Bürgschaft und eine Teilrückzahlung des Beitrags. Wird die Bürgschaftsurkunde beispielsweise nach 6 Monaten zurückgegeben, werden damit auch die Hälfte der bereits angefallenen Kosten erstattet. Die Gesamtkosten für die Anzahlungsbürgschaft reduzieren sich somit auf 1.125€ und einem sehr geringen Beitragssatz von 1.125%.

Banken erheben teilweise bis zu 5% der Bürgschaftssumme für Anzahlungsbürgschaft Kosten. Meist sind die Anzahlungsbürgschaft Kosten auch abhängig von der Bonität des Unternehmens, welche die Bürgschaft in Anspruch nimmt.

Bei ERGO kostet eine Anzahlungsbürgschaft lediglich 1,1 – 1,4%. Und bei Einzelbürgschaften und Avalrahmen erhalten Sie die kostengünstige taggenaue Abbrechnung.

Hier berechnen Sie Ihre individuellen Anzahlungsbürgschaft Kosten.
Alle Informationen zur ERGO Bürgschaftsversicherung, unseren Avalrahmen, Einzel-Anzahlungsbürgschaften und den dazugehörigen Kosten bei ERGO finden Sie hier.

Anzahlungsbürgschaft Versicherung

Versicherer stellen für Anzahlungsbürgschaften spezielle Versicherungslösungen zur Verfügung. Über einen Avalrahmen (= Bürgschaftsrahmen) stellt der Versicherer dem Unternehmen eine Art Anzahlungsbürgschaft Versicherung zu Verfügung. Die Anzahlungsbürgschaft Versicherung ist somit ein Teil der Bürgschaftsversicherung bzw. Kautionsversicherung. Die Versicherung wird zum Bürgen.

Innerhalb des Avalrahmen kann das Unternehmen mehrere Bürgschaften in Anspruch nehmen. Für die Bereitstellung des Avalrahmen berechnet der Versicherer einen Versicherungsbeitrag. Alternativ ist eine Anzahlungsbürgschaft Versicherung auch über eine Einzel-Anzahlungsbürgschaft darstellbar. Hier tritt der Versicherer ebenfalls als Bürge auf. Gewährt dabei dem versicherten Unternehmen aber keinen dauerhaften Avalrahmen, sondern stellt lediglich die Versicherungsbürgschaft für einen einzelnen Auftrag zur Verfügung.

Für das Unternehmen ist die Anzahlungsbürgschaft Versicherung oftmals deutlich attraktiver als eine klassische Bankbürgschaft. Eine Anzahlungsbürgschaft Versicherung (=Bürgschaftsversicherung) wird, im Gegensatz zur Bankbürgschaft, nicht auf die Kreditlinie des Unternehmens angerechnet. Somit bleibt das Unternehmen liquide und kann die freien Geldmittel für Investitionen nutzen.

Außerdem sind die Bürgschaftskosten über eine Versicherung in der Regel deutlich günstiger als bei einer Bankbürgschaft.

Anzahlungsbürgschaft Ablauf


Der Ablauf einer Anzahlungsbürgschaft am Beispiel
Bauträger:

Ausschreibung der Stadt Hamburg: Bau eines Kindergarten

Der Ablauf:

  1. Start der Bauphase – Rohbau wird erstellt
  2. Grundgeschäft – Anzahlung für Material durch die Stadt Hamburg; 20 % der Auftragssumme
  3. Voraussetzung für die Anzahlung – Abgabe einer Anzahlungsbürgschaft an die Stadt Hamburg
    in Höhe der vollen Anzahlung
  4. Bürgschaftsart – Anzahlungsbürgschaft durch einen Versicherer oder Bank
  5. Bürgschaftshöhe – maximal 100 % der geleisteten Anzahlung

Der Ablauf einer Anzahlungsbürgschaft am Beispiel
Maschinen- und Anlagenbau:

Ein Automobilkonzern schreibt Bauvorhaben aus: Errichtung einer Produktionsstraße

Der Ablauf:

  1. Beginn der Bauphase – Bau einer Produktionsstraße
  2. Grundgeschäft – Anzahlung für Materialkosten durch den Automobilkonzern wie vertraglich vereinbart
  3. Voraussetzung für die Anzahlung – Abgabe einer Anzahlungsbürgschaft an den Automobilkonzern in Höhe der kompletten Anzahlung
  4. Bürgschaftsart – Anzahlungsbürgschaft durch einen Versicherer oder Bank
  5. Bürgschaftshöhe – maximal 100 % der geleisteten An-/Vorauszahlung

Anzahlungsbürgschaft Vorauszahlungsbürgschaft

Die Anzahlungsbürgschaft und Vorauszahlungsbürgschaft sind vollkommen identische Bürgschaften. Es handelt sich lediglich um eine andere Bezeichnung für die gleiche Art von Bürgschaft.

Bei Banken und Versicherungen ist die gängige Bezeichnung “Anzahlungsbürgschaft”. Oftmals wird diese von Unternehmen und deren Kunden aber auch als Vorauszahlungsbürgschaft bezeichnet, da ein Teil der Rechnungssumme im Voraus bezahlt werden muss.

Einen Unterschied zwischen der Vorauszahlungsbürgschaft und der Anzahlungsbürgschaft gibt es somit nicht. Unter beiden Begriffen wird die gleiche Bürgschaft abgesichert. Die Bürgschaft auf eine Anzahlung bzw. einer Vorauszahlung für einen Auftrag.

Anzahlungsbürgschaft Muster

ERGO bietet drei Möglichkeiten zur Gestaltung der Muster für Anzahlungsbürgschaften:

1. Anzahlungsbürgschaft Muster mit EFB-Sich Texten

Standardisiertes Formular für Sicherheiten bei Bauvorhaben. Wird meist im öffentlichrechtlichen
Sektor verwendet:

  • EFB Sich 3: Anzahlungen
 

2. Anzahlungsbürgschaft Muster mit individuellen Bürgschaftstexten

Benötigt Ihr Kunde einen individuellen Bürgschaftstext, so können wir diesen auf Wunsch und nach Prüfung gerne nutzen. Auch prüfen wir gerne ein bestehendes Anzahlungsbürgschaft Muster Ihres Kunden.
 

3. Anzahlungsbürgschaft Muster mit ERGO-Standard Texten

Standard Texte zur Beschreibung von Bürgschaften. Welche sich in der Vergangenheit bewährt haben und 
die Haftung vollumfänglich regeln.

Download
Anzahlungsbürgschaft Muster

Hier können Sie ein ERGO
Anzahlungsbürgschaft Muster downloaden:

Anzahlungsbürgschaft Muster

Anzahlungsbürgschaft brutto oder netto

In der Regel wird die Anzahlungsbürgschaft vom Bruttobetrag ausgestellt.
Entscheidend ist hierbei die Auftragsrechnung. Je nach dem ob diese mit brutto oder netto ausgewiesen ist, 
wird die Anzahlungsbürgschaft brutto oder netto ausgestellt. Daher erfolgt die Anzahlungsbürgschaft in den meisten
Fällen brutto.

Auf Wunsch des Versicherungsnehmers kann die Anzahlungsbürgschaft auch nur über den Nettobetrag ausgestellt werden.
Dies ist allerdings sehr unüblich und wird in der Praxis nur selten durchgeführt.

Anzahlungsbürgschaft Laufzeit

Die Laufzeit der Anzahlungsbürgschaft wird zwischen Auftraggeber und Auftragnehmer vertraglich geregelt. Dabei hängt die Laufzeit in erster Linie vom jeweiligen Projekt ab. Abnahme und Zwischenabnahme sind hier maßgeblich. Auch kann die Laufzeit unbefristet ausgestellt werden.

Nach Rückgabe der Bürgschaftsurkunde an den Bürgen endet die Laufzeit und die Anzahlungsbürgschaft erlischt.

Anzahlungsbürgschaft "auf erstes Anfordern"

Bei einer Anzahlungsbürgschaft auf erstes Anfordern, kann der Bürge in Anspruch genommen werden, ohne dass das Eintreten eines Sicherungsfall vom Gläubiger nachgewiesen wurde. 

Der Bürge muss seine Ansprüche im Nachgang über einen Rückforderungsprozess einfordern. Die Anzahlungsbürgschaft auf erstes Anfordern stellt somit für den Bürgen ein hohes Risiko dar und ist dementsprechend unbeliebt bei Banken und Versicherern. Dennoch wird diese häufig von Unternehmen angefragt.

Außerdem wurde die Bürgschaft auf erstes Anfordern vom BGH als unangemessene Benachteiligung festgestellt und eine entsprechende Vertragsklausel als unwirksam erklärt.

Sicherheiten für eine Anzahlungsbürgschaft

In der Regel sind keine Sicherheiten erforderlich. Im Einzelfall kann aus Bonitätsgründen die Stellung
einer Sicherheit notwendig sein. Diese erfolgt meist über ein Bankguthaben.

Bankbürgschaft Anzahlung

Eine Bankbürgschaft für eine Anzahlung kostet, je nach Bonität des Unternehmens und der bürgenden Bank, zwischen 1,5 -5% der Bürgschaftssumme.

Die Bankbürgschaft für eine Anzahlung wird in voller Höhe auf die Kreditlinie des Unternehmens angerechnet. Was die Bankbürgschaft gegenüber einer Bürgschaftsversicherung klar benachteiligt. Auch sind die Kosten einer Anzahlungs-Bankbürgschaft meist höher als die Kosten der Anzahlungsbürgschaft über eine Versicherung.

Anzahlungsbürgschaft